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Der Stachel sitzt tief!

Sehr geehrter Herr Hoeneß

Der Brief vom Mitglied ,,CK,, hat mich tief bewegt und für Gänsehaut gesorgt.

Warum?

Weil ich wahrscheinlich noch ein paar Jahre älter bin und auch Ihre aktive Zeit als Spieler erlebt habe. Deshalb kann ich mich auch gut in die Gedankenwelt dieses Mitglieds hinein versetzen.

Ich war schon von klein auf an Fußball interessiert, aber mein Weg, Fan eines Fußballvereins zu werden, war sehr holprig, denn ich wuchs in der ehemaligen DDR auf.

Mein Vater war ein Verfolgter des Naziregimes und ein Kommunist. In der DDR gab es die Oberliga mit Mannschaften wie FC Lokomotive Leipzig, 1. FC Carl Zeiss Jena, FC Dynamo Dresden Hansa Rostock usw. Damals konnte ich mich nur über Radio oder die Sportschau über die Bundesliga informieren.

Aber gut, dies nur zur Einleitung, denn hier geht es nicht um mich und durch wen oder was ich zum FC Bayern München gekommen bin, sondern um Sie, Herr Hoeneß.

Die erste Zeit, die ich bewusst und interessiert im Fußball wahr genommen habe, war die in der Bundesliga Saison 1972/73, als Sie zusammen mit Gerd Müller als das Sturmduo überhaupt galten und ich Sie schon mehr als nur bewunderte. Damals wurden die Bayern Vizemeister und ich war von da an ein noch kleiner Fan. Als Sie dann im Anschluss dreimal hintereinander die Meisterschaft mit dem FC Bayern gewannen, gab es für mich nur noch einen Verein und alles was ich über den Verein in Erfahrung bringen konnte, habe ich gesammelt und regelrecht inhaliert.

Schon als Spieler haben Sie einen Sponsorenvertrag zwischen dem FC Bayern und Magirus-Deutz vermittelt. Diese ungewöhnliche Vorgehensweise ermöglichte dann auch die Finanzierung der Rückkehr von Paul Breitner.

Noch gut erinnere ich mich an die Zeit, als Sie Ihre aktive Laufbahn aufgrund einer Knieverletzung aufgeben mussten und als jüngster Manager bei einem damals in Millionenhöhe verschuldeten FC Bayern einstiegen.

Mit Ihrer Weitsicht, Ihrem Geschäftssinn. Ihrem Gefühl für die Situation und für Strömungen haben Sie es geschafft, aus diesem verschuldeten Verein einen international angesehenen Weltverein zu machen. Oft waren Sie den anderen einen Schritt voraus. Hier sei stellvertretend nur das Merchandising oder die TV Präsenz von Fußball genannt.

Als Sie sich nach mehr als 30 sehr erfolgreichen Jahren als Manager als Präsidentschaftskandidat zur Wahl stellten, war ich begeistert. Es war nur die logische Folge für den Menschen, der es immer verstanden hat, personell wie materiell herausragende Entscheidungen zu treffen.

Egal, wer auch immer Sie von außen angegriffen hat, ich stand hinter Ihnen. Ob Lemke oder Daum und bei ihm in der Folge das halbe Land, der Großteil der Presse und selbst unsere Politker, nichts davon konnte meinen Glauben an Sie erschüttern.

Das Steuerdrama habe ich auf allen Ebenen ungläubig verfolgt. Es tat mir leid, wie man Sie für eine Verfehlung nicht nur durch`s Dorf sondern durch`s ganze Land getrieben hat und manche Träne brach sich Bahn.

Zu dieser Zeit gab es die "unterstützt Uli" Initiative der Bayernfans und -mitglieder. Auch ich gehörte zu denen, die schriftliche Grüße und warme Worte formuliert und in die JVA geschickt haben.

"Das war`s noch nicht" stand nach der Haftentlassung auf der Agenda und ich befürwortete eine Rückkehr auf den Platz des Präsidenten. Nach nun 2 Jahren des "das war`s noch nicht" sehe ich das allerdings etwas anders.

Von Demut war die Rede nach der Wahl. Vom Dienen für den Verein. Von "ich werde mich zurück halten". Doch was steht dem gegenüber?

- Die Vertragsverlängerungen mit Robben und Ribery, weil man "verdiente Spieler nicht einfach wegschicken kann". Dadurch werden nun Kaderplätze belegt, da man diese beiden auch nicht verärgern möchte, falls sie mal nicht spielen.

- Die Verpflichtung von Kovac, die einzige Begründung dafür lautete "hat Stallgeruch" und "Taktik wird überschätzt". Nun muss dieser "junge" Trainer als Argument herhalten, dass der Umbruch bereits gestartet ist und man zwar letzte Saison noch "ein Titel ist auf Dauer zu wenig" schwadronieren konnte, diese Saison aber noch nicht mal Meister werden muss.

- Besonders peinlich fand ich auch das öffentliche Werben um Jupp Heynckes, der seine Position von Anfang an klar gemacht hatte. Selbst mit medialem Druck wurde es versucht. So etwas sollte man mit einem Freund nicht machen.

- Mit Dr. Müller-Wohlfahrt wurde der nächste alte Recke zurück geholt. Der Dr. Müller-Wohlfahrt, der den Verein bereits zwei Mal verlassen hat, weil er offensichtlich beleidigt war. Und der Dr. Müller-Wohlfahrt, der im August 2018 bereits 76 Jahre alt geworden ist.

- Der Sportdirektor. Ja, was soll man dazu sagen? Ein beliebter Spieler, der aber bisher nach außen hin in keinster Weise einen Nachweis dafür erbringen konnte, warum es ausgerechnet ihn getroffen hat.

- Statt den notwendigen Schritt zur Kaderverjüngung zu gehen, wird der Kader noch verkleinert. Weniger Spieler bei steigender Zahl der Einsätze in Bundesliga, Pokal, Champions League und Nationalmannschaften. Man darf zumindest anzweifeln, dass dies der richtige Weg ist.

- Aus der Abteilung Attacke ist die Abteilung Beleidigung geworden. Oder wie anders darf man die Äußerungen in der Pressekonferenz werten? Da ist es auch völlig egal, ob die Presse oder, wie Juan Bernat, ehemalige Spieler gerade durch`s Fadenkreuz laufen. Was früher nach einer überlegten Aktion aussah, hat heute den Touch von Cholerik.

- Das bringt uns dann zum Thema Außendarstellung. Wie gut war die in den Jahren 2012 bis 2016. Heute beschimpfen wir alles und jeden und sanktionieren es mit einem "DuDuDu" wenn einer unserer Spieler einen Journalisten ohrfeigt. Es sei denn, dieser Spieler trägt nicht den Namen Ribery. Da darf die Presse dann auch mal "genau hinschauen und darüber berichten". Was wiederum genau das war, was man mit der Pressekonferenz angeprangert hat.

- Das Unfassbarste für mich war allerdings, dass der ehemalige Freund und Mitspieler Paul Breitner aufgrund kritischer Worte Ihnen gegenüber der Ehrentribüne verwiesen wurde. Dieser Mann ist Ehrenspielführer! Der Ehrengastbereich sollte groß genug sein, um ihm nicht begegnen zu müssen und selbst wenn, ein Verein wie der FC Bayern MUSS so etwas aushalten können. Selbst wenn die in der Presse lancierte Aussage, er wollte Präsident werden, der Wahrheit entsprechen würde, ist dies kein Grund. Das ist Demokratie!

Ich habe mittlerweile nur noch einen Wunsch, bitte machen Sie Platz für einen Nachfolger, damit dieses von Ihnen persönlich zum familiären Weltverein erschaffene Unternehmen genau das auch weiterhin bleibt.

Bitte, stellen Sie sich nicht mehr zur Wahl in 2019!

Mit großer Dankbarkeit für Ihre geleistete Arbeit.

Mitglied des FC Bayern München

JR

 

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